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Wang-Hus

Das „Wang-Hus“ ist es in seiner Ursprünglichkeit weitestgehend erhalten und zählt zu den ältesten Häusern am Tannberg. Es geht in seinem Kern als zweizelliges Einraumhaus bis ins späte 15. bzw. frühe 16. Jahrhundert zurück. Seinen Namen erhielt das bergbäuerliche Anwesen durch seine Lage an einer kleinen Ebene an einem Sonnenhang. Der Ausbau des Anwesens steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Bevölkerungswachstum am Tannberg, das nach dem 30jährigen Krieg einsetzte.

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1734 wird das Gut erstmals als „Heimat“ bezeichnet, was bedeutet, dass es zu dieser Zeit ganzjährig bewohnt war. Da das „Wang-Hus“ mehrmals seine Besitzer wechselte, ist anzunehmen, dass es immer wieder erweitert wurde. Ab dem Jahr 1838 wurde das Anwesen nicht mehr als „Heimat“ genutzt, dh. es war nicht mehr ganzjährig bewohnt. Kurz vor dem endgültigen Verfall, wurde das Anwesen von der Gemeinde Lech erworben und nach historischen Auflagen restauriert. Seit 1998 erstrahlt dieses wichtige historische Baudenkmal wieder im neuen Glanz und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Das „Wang-Hus“ ist bestes Beispiel dafür, dass trotz aller Gemeinsamkeiten des Walserbaustiles, jedes Haus für sich etwas Einzigartiges darstellt.

Im Sommer gelangt man entweder mit dem Ortsbus Linie 3 von der gleichnamigen Haltestelle oder über Oberlech und Bürstegg zum Wang-Hus.