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Historische Hintergründe

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Der Name Lech als Flussbezeichnung erscheint erstmals als „Licca“ in einer Urkunde.

1059
Kaiser Heinrich IV schenkt ein großes Jagdgebiet rund um den Widderstein an den Bischof von Augsburg, zu dessen kirchlichem Hoheitsgebiet die Gegend bis 1814 gehört.

um 1300
Die Dauerbesiedelung der Landschaft am jungen Lech erfolgt durch die Walser, die aus dem Westschweizer Kanton Wallis stammen und das Hochtal roden. Da sie hier viel Tannenwald vorfinden, wird die Gegend „Tannberg am Lech“ genannt. Der Name wird im Lauf der Jahrhunderte auf „Lech“ verkürzt. Die Walser erhalten das Land als Lehen von den schwäbischen Grundherren gegen einen geringen Naturalzins. Um sie zur Siedlungsnahme in der kargen Gebirgslandschaft zu gewinnen, werden ihnen besondere Rechte und Freiheiten zugestanden. So erhalten sie u.a. ein eigenes Gericht, das sich im „weißen Haus“ gegenüber dem Hotel Krone befindet. Das neben der Pfarrkirche älteste Gebäude ist heute noch erhalten. Das Walsergericht umfasste ursprünglich auch die Nachbargemeinden Schröcken, Hochkrumbach, Warth und das Kleine Walsertal.

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1574 und 1635
Die Pest wütet in Lech, zahlreiche Menschen fallen ihr zum Opfer.

1806
Aufhebung des Walsergerichts: Tirol und Vorarlberg müssen während der napoleonischen Kriege (bis 1814) an das Königreich Bayern abgetreten werden.

bis 1895
Bergbauern leben ausschließlich von Milchwirtschaft und Viehzucht. Im Winter sind sie oft von der Außenwelt abgeschnitten, weil nur die von Lawinen gefährdeten Saum- und Karrenwege in das Hochtal führen.

1895 – 1897
Bau der Flexenstraße

1906
Eine neue, hoffnungsvolle Zeit wirtschaftlichen Aufschwungs beginnt mit dem Aufkommen des Skisports. Der erste Skikurs für Einheimische wird von Viktor Sohm in Zürs abgehalten. Skipioniere aus dem Bodenseeraum entdecken die herrliche Gegend am Arlberg und Flexenpaß als ideales Wintersportgebiet.

1923/ 24
In den zwanziger Jahren erlebt besonders Zürs einen raschen wirtschaftlichen Aufschwung. Aus einer Alpsiedlung entsteht bald ein internationaler Wintersportort. Die ersten Gruppenskikurse für Gäste werden angeboten.

1937
Der erste Schlepplift Österreichs wird in Zürs gebaut. Die Weltwirtschaftskrise der Dreißiger Jahre und der Zweite Weltkrieg unterbrechen den wirtschaftlichen Aufschwung.

seit 1949
Der internationale Gästeverkehr setzt wieder ein und führt zu einer raschen Aufwärtsentwicklung, die eine starke Bautätigkeit zur Folge hat.

heute
Lech und Zürs haben rund 1.500 Einwohner und verfügen über 8.300 Gästebetten. Jährlich weisen die beiden Orte insgesamt fast eine Million Übernachtungen auf, davon etwa 850.000 im Winter und 150.000 im Sommer.