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Information

Das Audit „familienfreundliche Gemeinde“ ist eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend.

Die Überprüfung und Zertifizierung (Audit) soll eine objektive und umfassende Bestandsaufnahme über die Familienfreundlichkeit der Gemeinde Lech bringen.

In der Anfangsphase wird der IST-Zustand der Gemeinde Lech erhoben. In weiterer Folge wird der SOLL-Zustand ermittelt – in welchen Lebensabschnitten in der Gemeinde Lech noch etwas fehlt bzw. wo können wir noch etwas verbessern.

Daher ist es wichtig aus allen Lebensphasen Personen in der Projektgruppe zu haben, denn jede Generation hat unterschiedliche Ansprüche und dies gilt als Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung des Familienaudits.

Weitere Informationen zum Projekt „familienfreundliche Gemeinde“ gibt es auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend unter
www.familieundberuf.at

Motive für die Teilnahme

Um Lech am Arlberg als führende Tourismusgemeinde mit dem Audit familienfreundlichegemeinde noch familienfreundlicher zu gestalten.

Umfassende Massnahmen

Im April 2010 erfolgt der Startschuss für die Zertifizierung. Im Juli 2010 hat die Gemeindevertretung beschlossen, am Audit "familienfreundlichegemeinde" teilzunehmen. In weiterer Folge wurde eine Projektgruppe gegründet, in welcher Vertreter aus verschiedenen Branchen, Organisationen und Alterschichten unseres Dorfes präsent waren. Im ersten Workshop wurde die aktuelle Situation analysiert und ein Fragebogen ausgearbeitet, welcher im Anschluss an die Bevölkerung verschickt wurde. Die Ergebnisse waren Grundlage für weitere Schritte und Inhalte von Workshops. Es wurde gemeinsam ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, welcher unter anderem folgende Projekte enthalten hat.

Familienfreundliche Massnahmen

  • Sanierung der Volks- und Hauptschule unter Einbindung der Pädagogen/innen
  • Einrichtung einer Spielgruppe für Kinder bis 3 Jahre im Neubau des Kindergartens
  • Betreutes Wohnen
  • Sportpark Lech: Zur Verfügung stellen von Räumlichkeiten für Aktivitäten (Jugendraum, Schwangerenturnen, Yoga)
  • Ausweitung der Ferienbetreuung im Sommer unter Einbeziehung der Kindergartenpädagoginnen
  • Workshops für zu pflegende Angehörige
  • Bevorzugte Vergabe von Wohnungen mit Lift an Senioren/innen und Menschen mit besonderen Bedürfnissen
  • Erstellung eines räumlichen Entwicklungsleitbildes für Lech unter Einbeziehung der Bevölkerung

Zertifizierung zur familienfreundlichen Gemeinde 2015

Im Rahmen eines Festaktes im Congresshaus Innsbruck konnte Bürgermeister Ludwig Muxel für die Gemeinde Lech aus den Händen von Bundesministerin Dr. Sophie Karmasin die Urkunde für die Zertifizierung als Familienfreundliche Gemeinde entgegennehmen.

Eine der wenigen TourismusgemeindenLech ist eine der wenigen Tourismusgemeinden in Österreich, welche sich entschlossen hat, die umfangreichen Bestimmungen zu erfüllen, um zertifiziert zu werden. Umfangreiche MaßnahmenBereits im Jahr 2012 erhielt die Gemeinde Lech das Grundzertifikat. Basierend auf dessen Anforderungen wur­den in den letzten drei Jahren einige, sehr wesentliche Maßnahmen umgesetzt. Ein Meilenstein dabei war die Inbetriebnahme vom Haus des Kindes. Dort stehen den Kindern nunmehr  nach neuesten Erkenntnissen ausgestattete Räumlichkeiten sowie auch die entsprechende Betreuung durch Fachkräfte zur Verfügung. Vom Kindergarten über die Spielgruppe bis hin zur Kinderbetreuungseinrichtung. Auch die Elternberatung ist dort in modernen Räumlichkeiten in zentraler Lage untergebracht. Sehr positiv wurde in diesem Zusammenhang auch die Neugestaltung des alten Kirchplatzes mit der wesentlichen Verbesserung des Aufganges (geringere Neigung, Beheizung im Winter) bewertet.

Betreubares Wohnen
Eine weitere Maßnahme für den Erhalt der Zertifizierung war die Umsetzung des Projektes Betreubares Wohnen im Haus Nr. 196. Damit steht für den älteren Teil der Bevölkerung ein sehr zentral gelegenes Gebäude zur Verfügung, welches die verschiedensten Möglichkeiten der Nutzung bietet. Auch die Entscheidung, dass dort - neben älteren Menschen - auch junge Einheimische die Möglichkeit bekommen, sich Wohnraum zu schaffen. Gerade das Miteinander mehrerer Generationen ist ein positives Beispiel. Insgesamt stehen dort sieben Wohneinheiten zur Verfügung, welche Ende November 2015 bezogen wurden.

Die Zertifizierung als Familienfreundliche Gemeinde gilt für die Dauer von drei Jahren und wird laufend evaluiert. Natürlich ist es das Ziel von Lech, diese Zertifizierung auch für die Zukunft zu erhalten und durch weitere Maßnahmen abzusichern bzw. noch mehr zu verbessern.

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© Harald Schlossko

Zertifizierung zur familienfreundlichen Gemeinde

Aus den Händen von Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner und Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer konnte Bürgermeister Ludwig Muxel am 15.10.2012 das Zertifikat entgegennehmen, welches der Gemeinde Lech nunmehr bescheinigt eine familienfreundliche Gemeinde zu sein.

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Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner, Bgm. Ludwig Muxel, Gemeindeverbandspräsident Helmut Mödelhammer

Einige Projekte konnten bereits umgesetzt werden, so wurde der Jugendraum im sport.park.lech eingerichtet und mit dem Umbau der alten Schule zum Haus des Kindes können gleich mehrere Projekte dort erfolgreich umgesetzt werden. Neben dem Kindergarten wird dort auch die Spielgruppe für Kleinkinder ein neues zu Hause finden. Im Rahmen der Realisierung des Gemeindezentrums im Postareal wird als erster Schritt die Unimoggarage als Ort für betreutes Wohnen adaptiert. Die Planungsphase dafür ist bereits angelaufen. Auch die Sanierung der Volks- und Hauptschule steht auf dem mittelfristigen Umsetztungsplan der Gemeinde Lech.

Meilenstein in der Dorfentwicklung

Ein weiterer sehr wichtiger Schritt in der Dorfentwicklung ist die Unterzeichnung des Gesellschaftvertrages zwischen der Gemeinde Lech und dem Vorarlberger Standort- und Regionalentwickler Prisma. Dies ermöglicht nun den Startschuss für die Umsetzung des PPP-Modells (Public Private Partnership). Die Anteile an der "Lech Investment GmbH" halten derzeit mit 49% die Gemeinde Lech und mit 51% die Firma Prisma. Es ist geplant, dass die Firma Prisma 25% ihrer Anteile an Investoren aus Lech abgibt. Die Gemeidne Lech bleibt Besitzerin der Grundstücke, bringt diese jedoch in Form eines zeitlich befristeten Baurechts in die Gesellschaft ein.

Betreutes Wohnen als erster Umsetzungsschritt

Als erster Schritt soll die Unimoggarage in ein Haus für betreutes Wohnen umgebaut werden. Danach ist die Realisierung des Dienstleistungszentrums Postareal mit Dorfreception, Veranstaltungssaal, Büroräumlichkeiten für Gemeindeamt und Lech Zürs Tourismus sowie vermietbaren Flächen für Handel, Gastronomie und anderen Nutzungen geplant. Dafür wird es einen Architektenwettbewerb geben, welcher derzeit vorbereitet wird. Ein weiterer Teil des Projektes ist die Nachnutzung des Lech Zürs Tourismus Gebäudes im Zentrum sowie des derzeitigen Gemeindeamtes.

Wettbewerbsjury wurde nominiert

Die Jury des Architektenwettbewerbs setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Vertreter der Gemeinde Lech: Bgm. Ludwig Muxel, Bauausschussvorsitzender Stefan Muxel und Raumausschussvorsitzender Gebhard Jochum;
Fachpreisrichter: Architekt DI Carlo Baumschlager, Architekt DI Helmut Dietrich, Architekt DI Andreas Falch;
Vorprüfer: Baumeister Bruno Schöch (Bauamt Lech), DI Dietmar Lenz (Umweltverband Vorarlberg);
Beratende Mitglieder: DI Felix Horn (Amt der Vorarlberger Landesregierung)

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Ortstafel mit Logo: Familienfreundliche Gemeinde